Recht: Exekutionsverfahren und Zwangsvollstreckung

Wenn trotz erlangtem Titel das Mahnverfahren keine Befriedigung des Gläubigers bewirkt, der Schuldner also seiner Zahlungspflicht nicht nachkommt, ist der nächste logische Schritt in der Regel die Einleitung eines Exekutionsverfahrens.

Der Sinn des Exekutionsverfahren besteht darin, den Rechtsanspruch des Gläubigers unter Zuhilfenahme des staatlichen Gewaltmonopols bzw. Imperiums durchzusetzen. Dafür kann sich der betreibende Gläubiger verschiedener Exekutionsmittel bedienen, das heißt der Gläubiger kann selbst wählen, auf welche Vermögenswerte des Schuldners er zur Befriedigung seines Anspruchs greifen möchte. Exekutionsmittel sind auch mit einander kombinierbar, sodass eine gleichzeitige Exekutionsführung auf mehrere Vermögenswerte möglich ist.

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Rechtsanwalt Zwangsvollstreckung Österreich

Rechtsanwalt Zwangsvollstreckung
Mag. Balazs Esztegar LL.M.
Rechtsanwalt in Wien
berät Sie, wenn es um die gerichtliche und außergerichtliche Forderungsbetreibung in Österreich sowie um Zwangsvollstreckung in Österreich geht.

Tel: +43 1 997 4102
Mail: office(a)esztegar.at
Web: www.esztegar.at

Exekutionsverfahren

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Das Exekutionsverfahren ist ein vom Titelverfahren getrenntes, eigenes Verfahren. Es wird vom Gläubiger als betreibende Partei durch die Einbringung eines Exekutionsantrages initiiert. Zuständig für Exekutionsverfahren sind immer Bezirksgerichte, die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach dem Exekutionsmittel.

Die wichtigsten Exekutionsmittel sind:

1. Fahrnisexekution

Die Fahrnisexekution ist zugleich die häufigste Exekutionsart und auch jenes Vollstreckungsverfahren, das in der allgemeinen Alltagsvorstellung am stärksten vertreten ist. Sie zielt auf die Verwertung des beweglichen Vermögens des Schuldners ab. Fahrnisexekutionen können gegen natürliche und juristische Personen vollzogen werden.

[Weitere Informationen zur Fahrnisexekution]

2. Forderungsexekution

Der häufigste Anwendungsfall der Forderungsexekution ist die bei Arbeitnehmern vorgenommene Gehaltspfändung. Es setzt voraus, dass es einen Drittschuldner gibt, der aus einem bestimmten Rechtsgrund (zB dem Entgelt für die Arbeitsleistung) dem Schuldner gegenüber zu einer Zahlung verpflichtet ist. Diesem Drittschuldner wird durch die Exekutionsführung verboten, diese Forderung des Schuldners an ihn auszuzahlen, er muss sie vielmehr dem Gläubiger überweisen.

[Weitere Informationen zur Forderungsexekution]

3. Rechteexekutionen

Bei der Rechteexekution werden sog. andere Vermögensrechte verwertet, "andere" deshalb, weil es sich hier nicht um eine Forderung und nicht um bewegliche Sachen handelt. Häufig geht es um die Pfändung und Verwertung von Unternehmen oder Gesellschaftsanteilen bzw. um Gewerberechtspfändung.

[Weitere Informationen zur Rechteexekution]

4. Liegenschaftsexekutionen

Natürlich lassen sich auch Liegenschaften des Schuldners in der Exekution verwerten. Je nach Art der Liegenschaft können Pfändung, Zwangsverwaltung oder Zwangsversteigerung sinnvoll sein.

[Weitere Informationen zu Liegenschaftsexekutionen]

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