Recht: Verjährung von Forderungen

Unter Verjährung versteht man im Zivilrecht den zeitlich bedingten Verlust der Möglichkeit, einen Anspruch gerichtlich geltend zu machen. Die Verjährung tritt nach dem Verstreichen einer bestimmten Frist von selbst ein. Der Hintergrund ist, dass wenn zu viel Zeit zwischen dem Entstehen des Anspruchs und der Geltendmachung liegt, der Schuldner schützenswerter ist, als der Gläubiger, der sich nicht rechtzeitig um die Geltendmachung seiner Forderung gekümmert hat.

Mit dem Eintritt der Verjährungsfrist soll daher Rechtssicherheit dahingehend geschaffen werden, dass der Schuldner sich nicht mehr fürchten muss, dass der Gläubiger die Forderung eintreibt bzw. seine Ansprüche gerichtlich geltend macht.

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Rechtsanwalt Verjährung
Mag. Balazs Esztegar LL.M.
Rechtsanwalt in Wien
berät Sie, wenn es um die gerichtliche und außergerichtliche Eintreibung von Forderungen in Österreich geht und auch im Hinblick auf die Verjährungsfristen.

Tel: +43 997 4102
Mail: office(a)esztegar.at
Web: www.esztegar.at

Verjährung im österreichischen Recht:

Geldforderungen
(zB Rechnungen):
3 Jahre
Schadenersatz: 3 Jahre
Unterlassungsansprüche: 30 Jahre
Judikatsschulden
(gerichtliche Forderungen
aufgrund eines Titels):
30 Jahre

Verjährung von Forderungen

Die Verjährung hindert nur die gerichtliche Geltendmachung, also das Einklagen einer Forderung. Wenn der Schuldner aber dennoch, außergerichtlich zur Zahlung aufgefordert wird und Zahlung leistet, leistet er auf eine sog. Naturalobligation. Die Verjährung beseitigt also nicht den Anspruch selbst, sondern nur dessen Klagbarkeit. Der Schuldner bezahlt daher eine aufrechte Forderung und ist daher, wenn er einmal gezahlt hat, trotz Verjährung nicht zur Rückforderung der Zahlung berechtigt.

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